Bologna Reform oder der Weg aus der Misere

Über Bologna Reform haben sich schon viele Autoren gründlich ausgelassen. Zumeist mit Recht, denn die Reformation des deutschen Universitätswesens hat nicht immer die schönsten Blüten treiben lassen. Die Studenten klagen über zu viele Prüfungen. Das Chaos in Bezug auf Punkte und Module hat immer noch nicht alle Fakultäten verlassen und was bleibt, ist eine Vielzahl von Prüfungen. Bei so viel Kritik ist es auch nicht verwunderlich, dass der Terminus „Reform“ aus Bologna Reform mittlerweile durch „Prozess“ ersetzt worden ist. Trotzdem machen neue Etiketten die Ware nicht hochwertiger und das Projekt Bologna ist immer noch umfangreicher Kritik ausgesetzt. Da ist es kein Wunder, dass immer mehr Studenten auf die Hilfe von professionellen Ghostwritern zurückgreifen, die dafür sorgen sollen, dass wissenschaftliche Arbeiten auch erhöhten akademischen Ansprüchen genügen.

Bologna Reform: Was bleibt? Was kommt?

Die Bologna Reform sollte ursprünglich eine Professionalisierung und vor allem eine Internationalisierung der deutschen Akademie realisieren. Die hochspezialisierten Akademiker, die in der Praxis oft hilflos und deplatziert wirkten, sollten durch gut-trainierte Absolventen ersetzt werden, die sowohl in der Theorie wie auch in der Praxis hervorragend aufgestellt sind. Der Startschuss fiel 1999 und damit sind fast zwanzig Jahre ins Land gegangen, eine Zeitspanne, die immer noch nicht zum primären Ziel von Bologna geführt hat.

Der europäische Hochschulraum existiert immer noch ausschließlich in der Theorie. 2010 hätte es so weit sein sollen, jetzt wird 2020 angestrebt – (k)ein Schelm, wer da gleich an gewisse Flughäfen denkt. Bei all dieser hämischen Kritik darf jedoch nicht vergessen werden, dass jedes Jahr neue Erstsemester an die Universitäten kommen. Junge Menschen, die lernen wollen und den Grundstein für eine Karriere legen wollen. Für sie bleibt nur, sich den Regeln der Fakultäten zu unterwerfen. [Aber das war ja auch noch nie wirklich anders.] Und sich notfalls autodidaktisch die Fähigkeiten anzueignen, die sie aus der Masse herausstechen lassen.

Sich von der grauen Masse deutlich abheben

Der zuverlässigste Weg zum Erfolg hat sich seit Erfindung des Buchdrucks nicht sonderlich verändert. Die Bibliothek ist immer noch der Ort, an dem das Wissen erworben wird, das im Zuge des Bologna Prozesses auf der Strecke blieb. Das Internet ist ebenfalls eine gute Adresse, um sich in seinem Metier weiterzuentwickeln. Jedoch soll die gute alte Bib so oft wie möglich in Anspruch genommen werden. Das kostet zwar Zeit, aber so wird eine begehrte Fähigkeit trainiert. Diese Fähigkeit stand offenbar bei den Architekten von Bologna nicht auf der Agenda: das selbständige Denken. Falls die Zeit aber doch nur für die Prüfungsvorbereitung ausreicht, dann sollte für wissenschaftliche Arbeiten auf die Hilfe des Ghostwritings zurückgegriffen werden. Er wird durch seine hervorragende Ausbildung die ärgsten Mängel des Bologna Prozesses egalisieren.