Leitfaden für eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Betreuer

Für wichtige akademische Arbeiten benötigen Studenten einen Betreuer. Diese Person soll im Idealfall sowohl fachlich wie auch psychologisch mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Die Kategorien im Leitfaden

Die Zusammensetzung der Dozentenschaft lässt sich zumeist in drei Kategorien unterteilen:

  1. Die leidenschaftlichen Lehrer
  2. Die unwilligen Forscher
  3. Die verantwortungsvollen Beamten

Diese Kategorien mögen vielleicht unhöflich oder despektierlich wirken, aber sie treffen, unglücklicherweise, fast immer den Kern. Also ist es an der Zeit, sich damit abzufinden. Wenn der Dozent in die erste oder dritte Kategorie fällt, dann besteht die berechtigte Hoffnung, dass der Umgang mit dem Betreuer nicht zu viel Fingerspitzengefühl, Vorarbeit und damit einen unnötigen Mehraufwand bereiten wird. Die zweite Kategorie fordert aber auf jeden Fall mehr Eigeninitiative.

  1. Die Lehrer aus Leidenschaft

Dozenten, die die Lehre über die Forschung stellen, sind begehrte Betreuer. Hier ist vor allem Schnelligkeit angesagt, um sich den gewünschten Dozenten auch als Betreuer sichern zu können. Doch trotzdem haben sie auch ihre kleinen Macken, wie die folgende Pro-Con-Liste beweist:

Pro:

  • Haben ein größeres Verständnis für studentische Probleme
  • Deadlines sind bei ihnen nicht wie in Stein gemeißelt

Con:

  • Würden die Abschlussarbeit offenbar am liebsten gleich selbst schreiben
  • Lassen wenig Freiheit

Diese Dozenten sind am besten mit ausreichendem akademischen Selbstbewusstsein zu behandeln und erweisen sich dann als wunderbare Helfer für eine gelungene Arbeit.

 

  1. Die Forscher

Es gibt immer noch viele Dozenten, die die Lehre als unerträgliche Belastung empfinden und lieber den ganzen Tag im Labor oder der Bibliothek zu verbringen würden. Sie sind schwerer als Betreuer zu gewinnen.

Pro:

  • Extrem hohes Fachwissen

Con:

  • Von ihnen ist so gut wie keine Motivation zu erwarten
  • Für Hilfe müssen große Anstrengungen unternommen werden

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, können die Forscher trotzdem zu halbwegs passablen Betreuern werden. Dafür ist aber von den Studierenden einiger Einsatz gefragt. Wenn sie jedoch auf fachlichem Gebiet überzeugen können, dann kann auch ein Forscher zusätzliche Punkte auf der Pro-Seite der Liste sammeln.

 

  1. Der Beamte

Pro:

  • Hält sich an Absprachen
  • Ist für fast jedes Themengebiet mit hervorragenden Bibliographien ausgestattet

Con:

  • Kreative Ausflüge sind schwierig bis unmöglich
  • Deadline Diskussionen sind vollkommen unmöglich
  • Forschungsstand und Kanon sind schwerlich zu diskutieren

Für ein Studium, das reibungslos vonstattengehen soll, sind die Beamten aber oft die besten Verbündeten.


Allgemeine Tipps vom Ghostwriter zum Leitfaden: Um Dozenten jeglicher Kategorie für das gewünschte Projekt zu gewinnen, gibt es einige Vorgehensweisen, die stets Wirkung zeigen:

  • Niemals unvorbereitet in ein Gespräch gehen
  • Den Dozenten mit Respekt behandeln
  • Kompromissbereitschaft zeigen
  • Niemals vergessen, wer die Arbeit benoten wird!

Respekt und Kompetenz sind damit die besten Verbündeten auf der Jagd nach dem Betreuer der Wahl. Und dabei sollte nie vergessen werden, dass der Betreuer auch fast immer für die Note zuständig sein wird. Deshalb gibt es für den perfekten Umgang mit einem Betreuer ebenfalls eine gute alte Binse: Beiß nie die Hand, die dich füttert. Deshalb sollten Betreuer stets mit Respekt behandelt werden.