Wie organisieren sich Ghostwriter?

Autor: Bettina K.
Datum: 02.04.2017
Ghostwriter-Ordnung

Ghostwriter sollten in jedem Fall ein gepflegtes Maß an Organisationstalent bei ihrer Arbeit aufweisen. Struktur heißt die Maxime, die sich auf viele der Felder bezieht, die die Arbeit von Ghostwritern mit sich bringt. Akademische Ghostwriter müssen stets dazu in der Lage sein, das Chaos auf allen Fronten in Schach zu halten.

Der Ghostwriter im Kampf gegen das Chaos

Pedantische Menschen können die Nerven ihres Umfeldes gehörig strapazieren, doch pedantische Tendenzen gehören zu den Tugenden, die erfolgreiche Ghostwriter ausmachen. Da sich wissenschaftliche Ghostwriter nicht nur mir ihrem Schwerpunktthema beschäftigen können, sondern alle Teilbereiche ihrer Fakultäten abdecken müssen, sind sie auf eine Vielzahl von Quellen angewiesen. Die sind teils digitaler, teils physischer Natur, dazu kommen noch Bilder, Statistiken und andere Medien. Wenn ein Auftrag kommt, darf aber nicht zu viel Zeit auf die Quellensuche verschwendet werden.

Ghostwriter haben leider das Los, immer dann gerufen zu werden, wenn die Deadline schon prominent aufgetaucht ist. Lange Recherche kostet jetzt nur unnötig Zeit. Da ist es wesentlich besser, wenn man ad hoc weiß, wo was zu finden ist. Ein penibel organisiertes Archiv ist in diesen Situationen der beste Verbündete, denn so ist die Recherche in kürzester Zeit erfolgreich abgeschlossen.

Den roten Faden im Wollkörbchen finden

Viele Aufträge im Ghostwriting bringen die Anforderung mit sich, auch im fremden Chaos schnell für Ordnung zu sorgen. Oftmals haben Auftraggeber schon einige Seiten geschrieben und haben jetzt ihren roten Faden verloren, ihre Argumentation schwankt nach allen Seiten. Die Suche nach einer stringenten Argumentationslinie ist damit nicht ganz so einfach. Und ohne die Teamarbeit mit dem Auftraggeber wäre sie wahrscheinlich komplett erfolglos. Im Gespräch kann der Student kurz umreißen, welche These er hat und wie er argumentieren möchte.

Diese Wegweiser reichen erfahrenen akademischen Ghostwritern, um logisches Licht ins chaotische Dunkel zu bringen. Doch ist für diese Aufgabe auch Psychologie nötig, zumindest ein wenig Küchentischpsychologie. Denn oftmals stellt sich im Gespräch heraus, dass die Argumentation des Auftraggebers Logikfehler hat oder gar nicht bis zum Ende entwickelt worden ist. Erfahrene Ghostwriter wissen daher, welche Fragen sie stellen müssen, um die Schwachstellen der Arbeit so schnell wie möglich aufzudecken.

Ordnung gegen die Zeit

All diese Fähigkeiten, die pedantische Ordnung, die Fähigkeit, die richtigen Fragen zu stellen, sind neben der fachlichen Kompetenz die wichtigsten Verbündeten von erfolgreichen Ghostwritern. Die Fristen, in denen sie ihre Hilfe abgeschlossen haben müssen, sind meist sehr eng. Deshalb ist es von enormer Bedeutung, jede unnötige Zeitverschwendung zu vermeiden. Daher muss nicht nur ihre schriftliche Arbeit stets eine klare Struktur haben, auch ihr Arbeitsumfeld und ihre Methodik müssen akribisch organisiert sein. Denn nur dann schaffen sie die kleinen Wunder, nämlich, Arbeiten in einer Zeit fertigzustellen, die für den normalen Akademiker noch nicht einmal für eine grobe Erstrecherche reichen würde.